R_EIN_HEIT

Die Nabelschnur hat uns einst mit einem grossen Universum namens «MAMA» verbunden. Bei der Geburt wurde diese Verbindung durchtrennt und der Atem setzte ein, der uns wiederum mit einem riesigen Universum verbindet; mit «PACHA_MAMA» oder «MUTTER ERDE». 

Im Mutterbauch gibt es kein isoliertes ICH. Das Baby existiert in Wirklichkeit nur als biologische Einheit mit der Mutter. Der Vater kann diese Einheit spüren, fühlen und in bester Form unterstützen. Bei der Geburt verlässt das Baby die Mutter-Kind-Einheit und über den Atem tritt es in die Einheit mit dem Kosmos ein. Ab diesem Zeitpunkt sind beide Eltern physisch getrennt vom Kind. Über Spüren und Fühlen begleiten sie das Kind und später den Teenager im irdischen Dasein, diese Einheit von ICH & KOSMOS kraftvoll verbunden zu erforschen.

Das Kind wiederum lernt Bedingungen und Strategien kennen, wie es als Individuum (ICH) von der Gemeinschaft (WIR) geliebt wird oder zumindest Aufmerksamkeit bekommt, wie es dazu gehört und wie es seinen Selbstwert im sozialen Umfeld manipulativ steigern kann. Das Baby kommuniziert am Anfang hauptsächlich über die Basis-Emotionen. Wird es dabei nicht gehört, wahrgenommen, reguliert und gestillt, fokussiert es immer mehr auf die Überlebensstrategien in den trennenden Strukturen zwischen dem ICH und dem WIR. Beziehungen werden aus dem Mangeldenken heraus funktional. Die natürliche Einheit von ICH & KOSMOS, die durch den Atem grundlegend immer gegeben ist, gerät dabei immer mehr ausser Acht.

Aktuell steht die Menschheit vor einer grossen Neugeburt: Wir sind gerade kollektiv dabei, Gemeinschaft nicht mehr aus der ICH-KOSMOS-Trennung (ich und die Welt oder ich und der Kosmos) funktional und strategisch zu denken. Diese Trennung zeigt sich momentan zwar noch in vielen Formen des Mangeldenkens und in Überlebenskämpfen aller Art. Die Menschheit steht aber vor dem Nadelöhr, die gemeinschaftliche Verbundenheit aus einer Atmosphäre zu fühlen, in der das ICH und der KOSMOS wieder eine Einheit bilden. Dabei gibt es kein ENTWEDER-ODER-DENKEN mehr, sondern nur noch ein SOWOHL-ALS-AUCH-FÜHLEN: Das ICH als getrennte individuelle Einheit gibt es in Wirklichkeit nicht. Es gibt nur das ICH, das ein aktuelles WIR (als Partnerschaft, Familie, Arbeitsteam, Menschheit, etc) und gleichzeitig den KOSMOS auf individuelle Weise fühlt.

Indigene Völker kannten den Begriff NATUR nicht. Da sie sich mental als Teil der Natur erlebten, war die Natur kein getrenntes Objekt der Betrachtung. Somit brauchte es keinen separaten Begriff dafür. 

Doch auch diese Tatsache sollte nicht romantisiert werden! Das gemeinschaftliche WIR-Gefühl der indigenen Völker war zumeist Tribe bezogen und regional denkend geprägt – genauso wie zivilisierte Völker sortierend und trennend in Nationen und Wirtschaftsräumen denken. Durch die Zivilisierung und die Industrialisierung der Menschen sowie durch die Kolonialisierung der Naturvölker entstand also mental eine grosse Trennung zur Natur. Heute haben wir durch die Technik und die Globalisierung jedoch die Chance, uns wieder mit der Natur zu verbinden und die Gemeinschaft (das WIR) von der ICH-KOSMOS-EINHEIT her, grenzen- und bedingungslos verbunden zu fühlen: Das ist R-EIN-HEIT. Das ist bedingungslose Liebe. Das ist MUNAY. Und für diese Erneuerung des grenzenlos verbundenen Daseins aus der authentischen R_Einheit als WIR (sozial) und gleichzeitig als KOSMOS (ökologisch), dafür steht SONQO – CELEBRATE LIFE!

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