Die Ausnahme macht die Regel

Der Alltag ist voller Rituale, die wir individuell praktizieren, wie zum Beispiel das Zähneputzen am Morgen, den Espresso nach dem Mittagessen oder das Posten von Beiträgen auf Social Media am Ende des Tages. 

Alltägliche Rituale pflegen und bilden unsere Gewohnheiten. Es kann lustvoll sein, ihre Regeln zum Beispiel in den Ferien oder am Wochenende zu brechen, um die Vertrautheit des Alltags und der gewohnten weltlichen Strukturen nachher umso mehr wieder zu spüren.

Die gemeinschaftlichen Rituale der Naturvölker sind primär nicht dazu da, die Vertrautheit mit dem weltlichen Alltag zu festigen, sondern die Verbundenheit mit den kosmischen und zyklischen Rhythmen der Natur sowie mit der Gemeinschaft aufzufrischen und tief zu fühlen.

Weltweit werden den Naturritualen wieder mehr Beachtung geschenkt, um den modernen Alltag als Teil der Gemeinschaft, der äusseren Natur und des gesamten Kosmos zu erfahren. Diese Rituale haben je nach Kulturhintergrund andere Abläufe und es werden dazu andere Gegenstände verwendet. Doch eins ist in allen Ritualen genau gleich: Ein Ritual führt durch einen Prozess und navigiert durch die Energien der anwesenden Menschen, der gesamten Gruppe als Gemeinschaft, der äusseren Natur und des Kosmos. Die Intuition der Ritualleitung fühlt Ausgedientes, das losgelassen werden kann, spürt Räume, die nicht bewohnt waren und Bewegungen, die keine Richtung hatten. Die INTUITION bricht bewusst die Vorgaben des jeweiligen Rituals, um intuitiv den natürlichen und stimmigen Einklang zu finden und so durch alle Daseinsebenen hindurch (individuell, gemeinschaftlich und kosmisch) Frieden herzustellen.

Naturrituale wurden ursprünglich immer mündlich und durch die praktische Erfahrung weitergegeben. Zuerst lernte man den exakten Ablauf, dann lernte man den Ablauf tanzen und dann lernte man frei zum Rhythmus der Zyklen und des Kosmos zu tanzen. Das ist natürliche Intuitions-Schulung.

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